L’aupaire | Foxos | Philipp Dittberner | Jesper Munk | Intergalactic Lovers | Rainer von Vielen | Clueso

Sound of the Forest 2015

Marbach Stausee | 01.08.2015


Nachdem uns die Anfahrt durch wunderschöne Wälder über Landstraße schon in Urlaubsstimmung versetzt hatte, kamen wir verschwitzt und gut gelaunt am Marbach Stausee an. Bändchen und Pressepass abgeholt, geparkt und neugierig und aufgeregt losgelaufen Richtung Festivalgelände...

Der erste Blick, der sich uns bot, war dieser hier! Zeltplatz direkt an der ersten kleinen Bühne (Odenwaldmobil Seebühne), entspannte Musik, entspannte Besucher...

An der Bühne angekommen, spielten dort L'aupaire (Singer/Songwriter aus Gießen). Wir haben uns erst mal auf die Wiese gesetzt, eine eiskalte Cola getrunken und uns aklimatisiert...

Vor der Bühne war es zwar schon richtig gemütlich, aber HINTER der Bühne: das hier. So eine traumhafte Kulisse!

Und wetter-/wasserbedingt natürlich sehr viel hübsche nackte Haut...

DER Trend des Festivalsommers (nach den Handherzen 2014) sind wohl SEIFENBLASEN! Überall Seifenblasen :)

Nach L'aupaire schlendern wir gemütlich über das restliche Gelände, auf der Suche nach der Hauptbühne (Waldbühne). Auf der war aber noch Funkstille, deshalb sind wir weiterspaziert. Nach einem Zwischenstopp an einem eiskalten Bächlein, in dem wir unsere Füße abgekühlt haben, sind wir rein zufällig an der Unterholzbühne gelandet, ein Zelt aus dem leise Töne klangen. Kaum das Zelt betreten, war ich in einer anderen Welt. Magisch angezogen, bin ich durch leichte Nebelschwaden Richtung Bühne geschwebt um Foxos zu fotografieren. Das Programmheft trifft mein Gefühl genau: "Ein Ritt durch sternenklare Nächte, minimalistisch elektronische Wälder, über akustische Wiesen und großartig pathetische Felder..."

Leider war Foxos schon praktisch fertig, als wir ihn entdeckten, also haben wir uns danach mit kalten Getränken vor die Hauptbühne gesetzt und auf Philipp Dittberner gewartet...

Philipp Dittberner... Ich glaube seinen Song "Wolke 4" dürfte jeder schon mal gehört haben. Ohne Plattenvertrag hat er es geschafft, in großen Radioanstalten zu landen und auf Soundcloud/Youtube über eine Million Klicks zu sammeln...

Einfach zwischendurch mal ein Foto des schönen Publikums :)

Dann kam Jesper Munk, meine persönliche Neu-Entdeckung des diesjährigen Festivalsommers. Da kommt ein Kerl auf die Bühne, wunderschön anzusehen, aber arg jung. Man denkt, ach, bestimmt eingebildet, nur was für die kleinen Mädchen.... Und wer so aussieht, der kann sonst nix... Weit gefehlt! Der Mann singt und wirkt schlagartig um einiges älter. Er erinnert stellenweise ein ganz kleines bisschen an meinen allerallerliebsten Mann Tom Waits. Ganz großartig! Der 23-Jährige Münchner war bereits in Los Angeles und New York unterwegs. Zwei seiner Alben, darunter das neue "Claim" habe ich mir sofort runtergeladen und höre es seitdem ständig. Blues mit Rock/Folk/Soul. Lieblingssong: Reeperbahn! Fazit: PORNO!

ähm... ja.

Nach Jesper die Intergalactic Lovers aus Belgien! Den Namen hatte ich zwar schon oft gehört, aber nichts damit verbunden. Umso mehr hab ich mich gefreut, dass ich diverse Songs der Band schon kannte, und mochte! Die Frau ist zauberhaft und versprüht jede Menge Sex-Appeal und Power und gute Laune. Wir waren alle völlig hingerissen! Backstage durfte ich später am Abend ein paar Worte mit ihr wechseln und sie bot mir sofort an, mich für Erlangen auf die Gästeliste zu setzen. Ich werde auf jeden Fall dort sein!

Im Anschluss dann endlich mein Highlight des Tages: Meine Männer von Rainer von Vielen aus dem Allgäu, denen ich es zu verdanken habe, dass wir dort sein durften und ich fotografieren durfte! Endlich konnte ich auch mal AUF die Bühne, was jedoch nicht allzu viel Sinn gemacht hat, da sie ständig in Nebel gehüllt waren. Aber immerhin durfte ich sie mal bei LICHT fotografieren und ich mag das Ergebnis unheimlich gern! Auch Backstage war es wieder gewohnt herzlich und schön. Es ist immer richtiger Urlaub, wenn ich auf ein Rainer von Vielen Konzert gehe. DANKE Männer! <3 Nächstes Mal wird wieder getanzt statt fotografiert, denn die kritischen, tiefsinnigen und unheimlich wortgewandten, kreativen Texte zur gewaltigen Musik bringen mich dazu, alles rauszulassen, was so in mir schwelt. Ich freu mich schon!

Gute Laune und so...

Zum Abschluss des Tages (zumindest für uns) dann Clueso. Schlagartig war das vorher luftige Gelände gestopft voll, auch der Fotograben war gefragter als während des restlichen Tages. Sehr unfair den anderen Bands gegenüber, die es mindestens genauso verdient hätten. Aber gut. Bei Clueso kommen mir immer alte Erinnerungen an das Summerjam Festival vor vielen Jahren hoch, als er ebenfalls der Abschluss des sehr emotionalen Festivals war. Während "Chicago" sind wir dann müde und glücklich zum Auto geschlendert und mussten aus verschiedenen Gründen die nachfolgenden Bands der Nacht ausfallen lassen. Aber die werde ich nachholen! Danke für den wunderwunderwunderwunderschönen Tag im Wald!!!