The Devil Makes Three | Barns Courtney | Ryan Bingham | Jamie Lawson | Hiatus Kaiyote | Tom Odell

Southside 2016

Neuhausen ob Eck | 24.-26.06.2016 | Fotografiert für stagr.de


Hochmotiviert starten wir bei strahlendem Sonnenschein und sengender Hitze ins Southside Festival 2016!!!

Als erstes schauen wir uns "The Devil makes Three" an, die mit ihrer Mischung aus Bluegrass, Folk und Country einen tollen Opener abgeben.

Langsam füllt sich auch das Gelände...

Aber Viele suchen bei der Hitze einfach noch Schatten auf dem Campingplatz.

Barns Courtney, Singer/Songwriter aus UK hat uns mit von Blues und Americana inspirierter Musik hart erwischt. Ganz allein mit seiner Gitarre steht er auf großer Bühne und haut uns mit großartiger sexy Stimme völlig vom Hocker!

Barns Courtney war übrigens schon Support von Ed Sheeran und The Libertines und wird als junger Johnny Cash gehandelt...

Im Anschluss der Oscar und Grammy prämierte Ryan Bingham mit seiner Mischung aus Rock'n Roll und Country. Gefühlvolle Melodien mit nicht kitschigen Lyrics.

Endlich ist das Gelände recht voll und das Publikum wartet vor der Blue Stage ab wie es weitergeht, da "Twin Atlantic" absagen mussten. Dem Sänger hat wohl die Stimme versagt. Vorgezogen wird nun der Act von Jamie Lawson.

Jamie Lawson hat sich in Londoner Clubs hochgearbeitet und arbeitet derzeit beim Label von Ed Sheeran. Ein sehr sympathischer Singer/Songwriter mit kraftvollen, intensiven, poppigen Songs, der aber auch mit viel Gefühl kann. Man möchte kuscheln, wäre es nicht so heiß...

Hiatus Kaiyote ist eine australische Band mit einer Mischung aus Jazz, Funk, Soul und R'n'B. Gut zum Tanzen und auch mal was für's Auge.

Dann ein großes Highlight: Tom Odell, Singer/Songwriter, den viele von seinem Song "Another Love" (2013) kennen dürften. Mit kraftvoller Gänsehautstimme reißt er uns völlig mit.

Alle Hände im Publikum sind in der Luft, die Masse singt mit.

Dann fängt es, passend zur melancholischen Musik, an zu regnen... Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: Es sollte das letzte Konzert des diesjährigen Southside Festivals werden...

Denn gegen 20 Uhr, Alarmstimmung im Pressezelt: Wir sollen sofort und auf der Stelle alles unter die Arme nehmen was geht, und alles liegen lassen, was wir nicht sofort greifen können: Das Gelände wird evakuiert. Alle sollen aus Sicherheitsgründen in ihre Autos. Vollgepackt stürzen wir raus in den mehr als strömenden Regen und kommen klatschnass und knietief vollgeschlammt am Parkplatz an. Kaum im Auto angekommen, hört es auf zu Regnen und wir hoffen, dass es um 22 Uhr weitergehen kann. Gegen 21:30 Uhr sieht man jedoch das große Gewitter nahen. Über Radio, Twitter und sämtliche Kanäle werden wir auf dem Laufenden gehalten.

Schweren Herzens beschließen wir gegen 22 Uhr nicht weiter zu warten, da beim nächsten Regen das Auto vermutlich vor Matsch nicht mehr aus dem Parkplatz gekommen wäre. Wir fahren ab und gehen traurig schlafen, erfahren aber vorher noch, dass der Rest des Abends komplett abgesagt wurde. Nach einer kurzen unruhigen Nacht dann die Info: der Rest des Festivals muss ausfallen. Es gab einige Verletzte, weitere Unwetterwarnungen und zudem war das Gelände von der vorigen Nacht völlig überflutet und von orkanartigen Sturmböen ziemlich zerstört. Geschockt und sprachlos treten wir mit 60.000 Besuchern betreten und still die Heimreise an. Ein kurzes Festival, ein trauriger, harter Festivalsommer...