Damit du nicht vollbepackt mit deiner Kameraausrüstung am Einlass stehst und dich ärgerst, dass du sie nicht mit reinnehmen darfst: Um auf einem Konzert fotografieren zu dürfen, brauchst du in aller Regel eine Akkreditierung mit Fotopass. Diese ist jedoch, besonders bei größeren Konzerten, wenigen ausgewählten Journalisten vorbehalten.

Wenn du also irgendwann, wenn du mal ein anständiges Portfolio aufgebaut hast, die Möglichkeit witterst, für eine Zeitung oder Zeitschrift oder Bildagentur oder einen Radiosender zu fotografieren, tu alles was du kannst, um dort Fuß zu fassen. Bewirb dich wild überall! Pflege deine Kontakte! Denn mit einem Pressemedium im Rücken wird es mit der Akkreditierung um einiges leichter!

Bis dahin solltest du mit kleineren Konzerten oder Festivals anfangen. Frag direkt bei der Band oder beim Veranstalter an, ob sie Lust auf Fotos haben. Je unbekannter die Band, desto mehr freuen sie sich über das Interesse und über gutes Bildmaterial. Die Lichtbedingungen sind in kleinen Clubs zwar oft eine besondere Herausforderung, aber eben auch perfekt, um zu lernen! Außerdem ist es in kleineren Venues oft erlaubt, das ganze Konzert zu fotografieren (dazu später mehr), was dir mehr Zeit zum Üben gibt.

In Würzburg gibt es z.B. das öffentliche und kostenfreie Festival „Umsonst & Draußen“ – Hier habe ich damals angefangen, aus dem Publikum heraus das Bühnengeschehen zu fotografieren. Die Bilder habe ich im Anschluss auf Facebook veröffentlicht und sowohl das Festival als auch die Künstler verlinkt. So wurden einige auf mich aufmerksam, immer mehr Kontakte entstanden, und wenn die gleiche Band woanders spielte, hatte ich schon bessere Karten, auch dort wieder einen Fotopass über sie zu bekommen. So wurden dann wiederum die Venues / Veranstaltungsorte auf mich aufmerksam und wie ein Schneeballsystem vergrößerten sich die Kontaktkreise.

So hatte ich z.B. schnell Kontakte zu einem Veranstaltungsort, der genau meine Musik veranstaltet. Ich wurde zu einer Art Hausfotografin und durfte immer kommen, wenn ich wollte. So konnte ich mir ein riesiges Portfolio aufbauen. Und: Je größer das Portfolio, desto besser wieder die Chancen auf einen Fotopass.

Generell gilt: Fang klein an, sei offen, unterhalte dich mit allen, mit denen du in Kontakt kommst (mit anderen Fotografen, den Securities, dem Publikum), denn Kontakte sind alles. Sei immer offen, ehrlich, fröhlich, rücksichts- und resptektvoll und staple nicht hoch.