Mit Konzertbericht | Alte Oper Frankfurt 02.10.2014

Jason Mraz

Yes! – Tour

JASON MRAZ – Allein unter Frauen

Donnerstagabend, Alte Oper, Frankfurt. Der Saal ist ausverkauft. Das bedeutet, rund 2.400 Zuschauer haben Platz genommen und warten auf den Einen. Auf den, der uns schon vor Jahren mit seinem Welthit „I’m yours“ durch den Sommer begleitet hat und der jetzt anlässlich seines fünften Albums „YES!“ auf Welttournee ist. Jason Mraz.

Vollkommen unaufgeregt und ohne Brimborium tritt er dann auch einfach auf die Bühne, eigentlich nur, um das Publikum zu begrüßen und seine Band vorzustellen. Doch schon nach zwei Sätzen gehören ihm alle Herzen. Er beichtet seinen Kindheitswunsch, entstanden wohl durch das Aufwachsen zwischen seiner Schwester und deren Freundinnen, eines Tages Teil einer Girl-Band zu werden. Sein Traum sei nun endlich wahr geworden… So stellt er seine Band „Raining Jane“ vor und verlässt auch gleich wieder den Raum.

Die vier sexy Frauen übernehmen für drei Songs die Bühne. Sie treten süß und tough zugleich auf. Kein Satz ohne mindestens ein Fuck, Bitch oder Dickhead… Sie singen von Männern, die Herzen brechen, denen man somit aber letztlich doch immerhin gute Songs zu verdanken habe. Und sie erzählen, wie sie sich beinahe in die Hose machten, als Jason sie zum ersten Mal ansprach.

Und dann kommt er wieder. Schon beim zweiten Song klatscht der ganze Saal mit, beim dritten Stück, dem wunderbaren Song „Lucky“, hält es niemanden mehr auf dem Sitzplatz. Neben früheren Hits gibt es neue: ein wunderbar entspanntes „Love Someone“, oder „Long Drive“, ein harmonischer Folk. Teilweise braucht es nur die ersten zwei Töne um das Publikum zum Jubeln zu bringen.

Der charismatische Mann mit Hut und jungenhaftem, natürlichem Gesicht braucht keine große Show. Das Bühnenbild ist schlicht, ohne aufwändige, unnötige Lichtshow, stattdessen sind die Musiker durchgehend in warmes Licht gehüllt. Bei ruhigen Songs hat das Konzert trotz des großen Saals fast etwas von Wohnzimmeratmosphäre.

Nein, er überzeugt einfach durch sich selbst: Seine zarte, warme und zwischendurch plötzlich gewaltige Stimme lässt Herzen schmelzen. Man glaubt ihm jedes Wort. Er ist authentisch. Seine durch und durch positive Ausstrahlung steckt an.

Zwischen den Stücken erzählt er von seinem Optimismus „Optimism is an achievement“, davon, dass er ihn schlicht braucht für sein Seelenheil, um morgens aufzustehen, um kreativ zu sein. So erklärt sich auch der Titel seines neuen Albums „YES!“.

Und so entlässt er auch das Publikum an diesem Abend nach über 2,5 Stunden mit einem positiven Gefühl. Er gibt Lebensfreude mit auf den Weg. Man möchte so einen am liebsten mitnehmen, für schlechte Tage. Aber dafür gibt es ja seine Alben.

  • Genre: Singer, Songwriter
  • Geboren: 23. Juni 1977
  • Heimat: San Diego, CA
  • Plattenfirma: Atlantic Records
  • Fotografiert für die Fränkischen Nachrichten
  • Publikation: Fränkische Nachrichten (Bild und Text online und print)

 

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