Steffi List | Puente Latino | Spielman in Bad Company | Der Kaktus | Bix’n

Mein Umsonst & Draussen – Tag 4

Fotografiert für’s Festival


Letzter Tag... Mit 3,5 Stunden Schlaf mit Pierre von Bottle Next gegen 11:00 Uhr auf's Gelände und standesgemäß erstmal ins Kaffeezelt. Lattte Macchiato, Kuchen, SITZEN... Um 12:00 Uhr kam dann der Rest der Band um sich zu verabschieden und sich auf die lange Heimreise aufzumachen. Dann bin ich ein bisschen shoppen gegangen: Ein Fußkettchen und ein Kleid mussten her. Um 16:10 Uhr dann endlich mein erster Programmpunkt: Steffi List

Sie wurde einer größeren Öffentlichkeit vor einigen Jahren durch Auftritte in der TV-Total Show von Stefan Raab bekannt.

Sie hat mittlerweile fünf Alben in Eigenregie veröffentlicht, zuletzt Anfang 2016 ihre neue CD Kaleidoskop. Die CD entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Würzburger Produzenten Andy Meyer, der gleichzeitig Gitarrist in Steffi Lists Band ist. Wie schon bei ihrem letzten Album bleibt sie auch hier wieder ihrer deutschen Muttersprache treu. Das ist eingängige Popmusik, die von Steffis Stimme getragen wird.

Alle 19 Fotos gibt's HIER

In der Pause bis Puente Latino um 17:40 Uhr haben Lukas Seufert und ich uns im Cateringzelt verkrümelt und Bilder bearbeitet, was allerdings bei der starken Sonne eher schwierig war. Also doch lieber einen wunderbaren Schweinebraten mit Rotkraus und Spätzle gegessen und zurück vor die Bühne: Puente Latino

Der Bandname "Puente Latino" hat eine doppelte Bedeutung - denn Puente heißt Brücke. Und auf einer Brücke, der Alten Mainbrücke, beginnt die Geschichte der Band, als der spätere Sänger der Band spontan den dort musizierenden Thomas Streng (Gitarre) begleitet.

Aber natürlich symbolisiert der Name auch die Verbindung zwischen Deutschland und Lateinamerika.

Die Musiker - aus Argentinien, Ecuador, Kolumbien und Deutschland - nehmen die Hörer mit auf eine Reise durch die schönsten musikalischen Landschaften der Karibik, mit Salsa, Reggae und Latin-Klängen. Der perkussiv-pulsierende Groove gepaart mit leidenschaftlichem Gesang und temperamentvollem Tanz versprüht die unermüdliche Lebensfreude der Karibik.

Alle 24 Fotos von Puente Latino gibt's HIER

In der Pause bis 19:15 Uhr wurde uns eine professionelle Massage angeboten und wir haben unsere Füße in den Wunschbrunnen Backstage gehängt (Wahnsinn, wie das U&D sich um sein Team kümmert!!!). Das hat uns etwas Kraft für den Endspurt zurückgegeben: Ron Spielman - heute als "Ron Spielman in bad company"

Seit Jahrzehnten schätzen echte Kenner Ron Spielman für sein virtuoses Gitarrenspiel und sein exzellentes Songwriting. Mit Uwe Beunig, Joh Weisgerber und Werner Goldbach hat er sich nun in schlechte Gesellschaft begeben.

In den düstersten Gassen der morbiden Musikindustrie kochen die vier Landeier ein würziges Süppchen Musik: Die Seele des Blues hat die Apokalypse offensichtlich überlebt und erstrahlt in voller Reife, gespickt mit krachigen Versatzstücken aus der Welt der Elektronik, des Hiphop und allem, was auf dem Weg dorthin so alles aufgesammelt wurde.

Skurril und voller Respekt vor den alten Meistern des Genres hat das Quartett eine Neudefinition dieser traditionsreichen Musik geschaffen. Denn mit ihrer ganzen ledrig gegerbten Lebenserfahrung greifen sie sich den Blues und hämmern ihm einen völlig neuen, so noch nicht gehörten urbanen Pulsschlag ein.

Alle 21 Fotos von Ron Spielman in bad company...

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Danach erst Mal schnell ein paar Bilder bearbeitet und, auf einen Tipp hin, kurzerhand zu Der Kaktus gerannt.

Eine furiose Extravaganza des Improvisationstheaters.

Der Kaktus schmeißt eine hochdramatische Farewell-Party für alle Besucher, die das Festival bis zur allerletzten Sekunde auskosten wollen.

Mit improvisierten Szenen rund um die kleinen Wahrheiten des Alltags, noch nie gesehenen Monumentarfilmen und Science-Fiction Premieren der Extraklasse beenden sie das Festival (aber für uns noch nicht ganz).

Alle 8 Fotos gibt's HIER

Wir rasen nämlich schnell noch zum parallel im Zirkuszelt laufenden "Bix'n - oder wie Vulva auszog, das Schämen zu lernen"

Eine Straßenperformance "One Billion Rising" im letzten Jahr anlässlich des V-Days (Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen) inspirierte die Choreografin Lisa Kuttner, aus den Vagina Monologen von Eve Ensler ein Tanzstück zu entwickeln. Zusammen mit den Tänzerinnen des TANZRAUM Ensembles machte sie sich auf die Spuren weiblicher Sinnen- und Lebensfreuden.

Wie konnte aus dem Jubel der sumerischen Himmelskönigin Inanna über ihre wundervolle Vulva die Scham Evas und die Verunsicherung heutiger Frauen werden, als weibliches Wesen in dieser Gesellschaft einen Platz zu finden, der Raum für diese Freude lässt?

Alle 12 Fotos gibt's HIER. Und damit endet dann auch das vermutlich entspannteste und mit Abstand sympathischste Festival der Welt. Lukas und ich gehen einen Feierabend Latte Macchiato trinken und gehen uns von den lieben Leuten, die uns durch die letzten Tage begleitet haben, verabschieden. Erschöpft, glücklich, doch etwas traurig reißen wir uns los. Auf in die letzte Bearbeitungsnacht. Ich hoffe, das Ergebnis der letzten 4 Tage gefällt euch!

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